Der Finanzsektor hat nun ein gemeinsames „Handbuch\" für den Weg zu Net Zero.

| Redaktion
Finanční sektor má nově společný „manuál" pro cestu k net zero.

ISO hat den Standard ISO 32212 – Net zero transition planning for financial institutions vorgestellt. Zum ersten Mal gibt es damit einen globalen, einheitlichen Rahmen, wie Banken, Versicherungen und Investoren Klimatransformationspläne erstellen und direkt in ihr Geschäft einfließen lassen – von Kreditvergabe und Versicherung bis hin zu Asset Management und Aktivitäten auf den Kapitalmärkten.

In der EU navigieren Finanzinstitute bereits die EU-Taxonomie, SFDR (Offenlegung bei Vermögensverwaltern und Beratern), CSRD und CSDDD (Reporting und Transformationspläne), EBA Pillar 3 ESG, die Aufsichtserwartungen der EZB sowie MiFID II (Nachhaltigkeitspräferenzen der Kunden).

Zu diesem Puzzle fügt ISO 32212 eine praktische, freiwillige Methodik hinzu – eine gemeinsame Sprache dafür, wie ein Transformationsplan in der Praxis aussieht und wie er in Entscheidungsprozesse eingebunden wird.

Was der Standard abdeckt:

- Bewertung der Ausgangslage – Klimaauswirkungen, Abhängigkeiten, Risiken und Chancen

- Festlegung von Zielen und deren Integration in Kredit- und Investitionsentscheidungen

- Engagement mit Kunden und Portfoliounternehmen

- Kommunikation der Ergebnisse, Überprüfung der Pläne und Governance

Warum ist das wichtig?

Finanzinstitute entscheiden, wohin das Kapital der Realwirtschaft fließt. Ohne die Umlenkung von Kapital in Dekarbonisierung und Anpassung wird die Transformation nicht vorankommen – und die Glaubwürdigkeit von Transformationsplänen kann endlich anhand einer gemeinsamen Sprache bewertet werden (weniger Raum für Greenwashing).

Frage zur Diskussion: Wird Transition Planning ein Standardinstrument des Risikomanagements oder eine weitere „Compliance“-Übung?

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