Henkel hat neue Ziele bis 2030 für Klima, Kreislaufwirtschaft und Lieferkette vorgestellt
Henkel hat ein neues Set mittelfristiger Nachhaltigkeitsziele vorgestellt, die die Dekarbonisierung und Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette beschleunigen sollen:
1) Klima (Weg zu Net Zero 2045, SBTi validiert):
- Scope‑1‑+‑2‑Emissionen: -42 % bis 2030
- Scope‑3‑Emissionen: -30 % bis 2030
Scope 1+2+3 wurden bereits um 29 % gegenüber 2021 reduziert, das Unternehmen kauft global 97 % des Stroms aus erneuerbaren Energien und 37 seiner Werke sind bereits kohlenstoffneutral
2) Kreislaufwirtschaft (Verpackungen von Konsumgütern):
- Anteil von Recyclingmaterial in den Verpackungen: Ziel mindestens 35 % bis 2030 (derzeit 28 %)
- Für das Recycling konzipierte Verpackungen: Ziel 100 % (derzeit 88 %)
3) Menschen und Chancengleichheit:
- Geschlechterausgewogenheit im Management: Ziel 45 %+ beider Geschlechter auf allen Ebenen (derzeit Frauen > 43 %)
- globale Lohngleichheit bis 2030
4) Lieferkette:
- Ziel ist, dass 85 % der Lieferanten die Henkel‑Kriterien für Arbeitssicherheit, Umweltschutz, soziale Standards und ethisches Geschäftsgebaren erfüllen
- systematische Bewertung von Partnern entlang der gesamten Kette
Henkel ist eines der wenigen großen FMCG-Unternehmen, das einen konkreten Zwischenziel (2030) sowie das Endziel (Net‑Zero 2045) kommuniziert und gleichzeitig zeigt, wo es genau jetzt steht.
Transparenz vom Typ "Ziel 35 %, wir sind bei 28 %" ist das, was Investoren und CSRD‑Auditoren sehen wollen. Die Frage ist, ob sie das auch im Scope 3 schaffen – dort ist die größte Kluft zwischen Ziel und Umsetzung.
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