ESG bleibt ein wichtiger Bestandteil der Geldanlage für Pensions- und Investmentfondsmanager – trotz politischen Drucks
Eine neue Untersuchung der britischen Beratungsgesellschaft Hymans Robertson unter 100 Vermögensinhabern (Pensionsfondsverwaltern und Investmentmanagern) liefert ein interessantes Ergebnis: ESG ist für 81 % von ihnen heute wichtiger als vor zwei Jahren, und das trotz zunehmender politischer Debatten und regulatorischer Änderungen, insbesondere in den USA.
Gleichzeitig sehen jedoch 90 % der Befragten das ESG-Umfeld als immer komplexer – aufgrund zunehmender Klimarisiken, geopolitischer Spannungen, Verteidigungsinvestitionen, der Verwundbarkeit von Lieferketten und neuer Technologien wie KI.
Was Vermögensinhaber von Investmentmanagern erwarten:
- 67 % erwarten ein stärkeres Engagement im Bereich verantwortungsbewusster Investitionen
- 88 % wollen, dass Manager das Klima ausdrücklich als systemisches Risiko anerkennen
- 82 % verlangen Werkzeuge zur Bewertung von Klimarisiken und -chancen.
- 83 % erwarten, dass Manager die Finanzierung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft aktiv unterstützen.
- 90 % sind der Meinung, dass Manager ihren Einfluss in der Investitionswertschöpfungskette nutzen sollten
Mehr als ein Drittel (35 %) der Befragten geben an, dass sie sich im ESG‑Bereich deutlich wohler fühlen dank besserer Transparenz, geringerer Greenwashing‑Risiken und einer stärkeren Verknüpfung mit realen Ergebnissen.
Die Studie zeigt deutlich: Während in den USA ein Rückzug von ESG‑Verpflichtungen stattfindet, verstärken britische und europäische Investoren hingegen den Fokus auf Klimarisiken und verantwortungsbewusstes Investieren.
https://sustainabilityonline.net/news/esg-investing-remains-a-priority-for-asset-owners-study-finds/
Verwandte Artikel
Der Finanzsektor hat nun ein gemeinsames „Handbuch\" für den Weg zu Net Zero.
Lohnt sich Nachhaltigkeit finanziell?
Henkel hat neue Ziele bis 2030 für Klima, Kreislaufwirtschaft und Lieferkette vorgestellt