Omnibus hat die Anzahl der außereuropäischen Unternehmen unter CSRD um 88 % auf etwa 1 200 reduziert.
EFRAG hat neue Schätzungen der Auswirkungen des Omnibus-Pakets auf Nicht‑EU‑Unternehmen veröffentlicht:
- Ursprüngliche Schwellen: Umsatz über 150 Mio. € + EU‑Tochter/Niederlassung mit Umsatz über 40 Mio. €.
- Neue Schwellen: Netto-Umsatz in der EU über 450 Mio. € für zwei aufeinanderfolgende Jahre + EU‑Tochter/Niederlassung mit Umsatz über 200 Mio. €.
Im Scope bleiben Schätzungen von 350–450 US‑Unternehmen, 150–200 britischen, 100–150 schweizerischen und japanischen sowie 30–80 aus anderen Jurisdiktionen.
EFRAG hat gleichzeitig die Arbeit am Standard N‑ESRS (Reporting für Nicht‑EU‑Gruppen) wieder aufgenommen. Der Entwurf geht Mitte Juli in die Konsultation, die Konsultation dauert 100 Tage und die endgültige technische Empfehlung soll der Kommission im Januar 2027 vorgelegt werden.
Interessantes Detail: N‑ESRS konzentriert sich ausschließlich auf Auswirkungen (Impacts), während das vollständige ESRS für EU‑Unternehmen auch Risiken und Chancen verlangt. Die Struktur bleibt jedoch ähnlich — 12 Standards und 4 Reporting‑Bereiche.
Für Nicht‑EU‑Unternehmen, die in Europa tätig sind, ist das eine entscheidende Meldung. Die Mehrheit von ihnen ist aus dem Scope gefallen. Die verbleibenden sollten jedoch bereits jetzt beginnen, die Entwicklung von N‑ESRS zu verfolgen.
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