Die Studie der thailändischen Zentralbank hat fünf Auswirkungen des CBAM auf thailändische Exporteure identifiziert:
1) Der Export von CBAM‑Produkten aus Thailand in die EU sank um 14 % im Vergleich zu anderen thailändischen Exporten nach der Ankündigung des CBAM im Jahr 2020 und um weitere 24 % nach dem Beginn der Umsetzung im Jahr 2023 – also noch vor der Verpflichtung zum Kauf von Zertifikaten.
2) Der CBAM hat auch indirekte Auswirkungen auf den Export von Produkten außerhalb des CBAM, da Exporteure häufig verschiedene Waren in Sammellieferungen versenden und ein Rückgang einer Kategorie auch die anderen mitzieht.
3) Einige thailändische Exporteure von CBAM‑Produkten haben den Export von Nicht‑CBAM‑Waren auf außereuropäische Märkte umgeleitet.
4) Die Auswirkungen sind ungleich verteilt – kleine Unternehmen sind deutlich stärker betroffen als große, aufgrund begrenzter finanzieller Ressourcen und technischer Kapazitäten.
5) Analysten des Kasikorn Research Center schätzen, dass der CBAM 3,8 % der thailändischen Exporte in die EU im Wert von etwa 28 Milliarden Baht treffen wird. Nur 7 % der thailändischen Exporte werden als umweltfreundlich eingestuft und der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtverbrauch liegt bei lediglich 13–14 %.
Thailand ist zudem gesetzlich unvorbereitet – das Klimagesetz, das für die Einführung einer CO₂‑Steuer und eines Emissionshandels erforderlich ist, wurde durch die Auflösung des Parlaments blockiert, sodass das Land keinen Rechtsrahmen hat, der den Exporteuren bei der Bewältigung des CBAM helfen würde.
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