Korea will seine Abhängigkeit vom Plastiköl loswerden

| Jiří Staník
Korea se chce zbavit závislosti na plastové ropě

Das südkoreanische Ministerium für Klima, Energie und Umwelt hat heute den ambitionierten „Plan für den Übergang zu einer plastikfreien Kreislaufwirtschaft“ vorgestellt.

Ziel ist es, den Verbrauch von neu hergestelltem Plastik um mehr als 30 % gegenüber den Prognosen bis 2030 zu senken.

Der Plastikabfall aus Haushalten und Unternehmen soll bis 2030 auf 10 Millionen Tonnen ansteigen (von 7,8 Mio. Tonnen im Jahr 2024). Die Regierung will aus diesem Volumen 1 Million Tonne durch Quellenbeschränkung eliminieren und weitere 2 Millionen Tonnen durch recycelte Materialien ersetzen.

Schlüsselmaßnahmen:

- Umstieg auf alternative Materialien (Papier, leichtere Verpackungen)

- Begrenzung übermäßiger Verpackungen im Lieferdienst

- schwer recycelbare Produkte können beim Markteintritt eingeschränkt werden (durch industrielle Vereinbarungen)

- Der verpflichtende Anteil von Recyclingmaterial in PET-Flaschen steigt von 10 % auf 30 %

Ähnliche Ziele werden auch für Polyethylen und Polypropylen in Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen angestrebt.

Korea ist der fünftgrößte Kunststoffhersteller in Asien und einer der höchsten Produzenten von Kunststoffabfällen pro Kopf in der OECD. Gleichzeitig ist es die Heimat wichtiger petrochemischer Giganten (LG Chem, Lotte Chemical, SK Geocentric), für die der Übergang zu einem zirkulären Modell eine grundlegende Veränderung des Geschäftsmodells bedeutet.

Interessant ist die Verknüpfung mit der Energiepolitik – der Name des Plans spricht ausdrücklich von einer Reduzierung der Abhängigkeit von Öl. Kunststoffe sind heute der größte Wachstumstreiber der Ölnachfrage. Wenn Sie diese Nachfrage auf der Materialseite einschränken, hat das auch Auswirkungen auf die Energiebilanz des Landes.

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