CBAM kann Montenegro laut dem staatlichen Energieunternehmen EPCG bis zu 191 Mio. € pro Jahr kosten.
Strom ist das wichtigste Exportgut des Landes — er macht über 35 % des Gesamtexports aus — und etwa 45 % der Produktion stammen aus dem einzigen Kohlekraftwerk TE Pljevlja.
Der Kern des Problems ist der Preisunterschied bei Emissionszertifikaten – Montenegro zahlt im Rahmen seines nationalen ETS 24 € pro Tonne CO₂, während der Preis auf dem europäischen Markt bei etwa 80 € liegt. Dieser Unterschied wird sich in den CBAM-Zertifikaten widerspiegeln, die EU-Importeure kaufen müssen. Das wird die Wettbewerbsfähigkeit des montenegrinischen Stroms verringern und letztlich die Einnahmen der Produzenten reduzieren.
Montenegro verhandelt mit der Europäischen Kommission über ein flexibleres Implementierungsmodell, insbesondere im Hinblick auf die geplante Anbindung seines Strommarktes an die EU über ein Unterseekabel nach Italien.
Während die jährlichen Kosten im Zusammenhang mit CBAM laut CBAM Readiness Tracker für Montenegro etwa 191 Millionen € betragen können, steht Serbien vor zusätzlichen Kosten von 612,5 Millionen €, Nordmazedonien etwa 200 Millionen € und Bosnien und Herzegowina rund 158 Millionen €.
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