Südkorea stellte eine Klimastrategie im Wert von 750 Milliarden Dollar vor
Die südkoreanische Regierung hat die Strategie K-GX (Korean Green Transformation) gestartet. In zehn Jahren will sie für die Dekarbonisierung 1.000 Billionen Won mobilisieren, also etwa 747 Milliarden USD. Das entspricht ungefähr dem Doppelten des jährlichen BIP der Tschechischen Republik.
Wie wird es finanziert:
- 20 % kommen direkt aus dem Staatshaushalt für Infrastruktur, Forschung und Entwicklung sowie die Transformation des öffentlichen Sektors
- 57 % entfallen auf staatlich geförderte Klimafinanzierung: zinsgünstige Kredite, grüne Anleihen und Garantien
- 23 % sollen aus dem privaten Sektor durch regulatorische Anreize und PPP-Projekte kommen
Worum geht es:
▪️ Dekarbonisierung der Industrie: Stahl, Petrochemie und Raffinerien, Zement, Halbleiter und Displays
▪️ Erneuerbare Energien: 100 GW Kapazität mit Schwerpunkt auf Offshore-Wind, große Solarkraftwerke und Netzausbau
▪️ Mobilität: Bis zum Jahr 2035 soll sie mehr als 70 % der Verkäufe neuer Fahrzeuge mit emissionsfreiem Antrieb ausmachen, die Steuervergünstigungen für Verbrennungsmotoren enden und ein Netzwerk ultraschneller Ladestationen entstehen.
Finanzminister Lee Hyoung-il beschreibt es nicht als Umweltpolitik. Nach seiner Ansicht handelt es sich um einen strukturellen Umbau der koreanischen Industrie, der fiskalische Unterstützung mit Deregulierung verbindet und den Herstellern Vorhersehbarkeit und Kapital geben soll.
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